Spieltexte
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- Ich gehöre zum Stamm der Ni-tlacua. Man erkennt uns an unserer bernsteinfarbenen Haut. Wir leben schon seit vielen Generationen auf dieser Insel und verehren Zintl in unserem Tempel. Wir sind Krieger, aber auch fromme Anhänger des Sonnengottes.
- Das ist eine lange Zeit.
- Danke für die Erklärung.
- Orr hat in uns seinen größten Feind gefunden. Wir hassen die Untoten aus tiefster Seele und mit jeder Faser unserer Körper. Wir bekämpfen sie jetzt schon seit Ewigkeiten. Und dennoch träumen wir noch von dem Tag, an dem die Sonne auf sichere Strände herabscheinen wird. Noch haben wir den Mut zu hoffen.
- Ihr kämpft schon seit langer Zeit.
- Ich habe auch gewisse Hoffnungen. Lebt wohl.
- Das ist nicht gut. Ganz und gar nicht gut! Vertreibt sie von unserem Strand!
- Die werden nicht lange aushalten.
- Ich wünschte, die Untoten würden einfach sterben! Es sind so verdammt viele!
- Vielleicht kann ich Euren Wunsch wahr werden lassen.
- Jede einzelne Minute jedes einzelnen Tages verbringe ich in ständiger Angst vor den Untoten. Ich frage mich, wann wieder die nächste Welle angespült wird und uns angreift. So macht das Leben doch keinen Spaß.
- Sind die Hylek keine Krieger?
- Manche schon, aber nicht alle. Manche sind Köche, Jäger, Priester, oder einfach nur Eltern. Manche sind zu jung, um überhaupt irgendwas zu sein. Die Untoten greifen aber nicht nur die Krieger an.
- Euer Volk musste viele Verluste verkraften?
- Ich weiß, was Ihr meint. Passt auf Euch auf.
- Ihr macht Euch ja keine Vorstellung von den Verlusten. Wir leben hier, an der Küste oder weiter im Landesinneren. Die Untoten haben unser Land verwüstet und viele unserer Stämme ausgerottet.
- Warum flieht Ihr nicht?
- Kämpft ihn weiter, den guten Kampf. Tschüss.
- Fliehen? Wohin? Nach Norden? In die Länder der Menschen, Charr oder Norn? Welche Art von Zuhause hätten wir dort? Nein. Wir kämpfen. Wir sind entweder siegreich, oder wir sterben. Aber unsere Heimat können wir nicht verlassen. Hier sind unsere Wurzeln.
- Ich weiß, wie Ihr Euch fühlt. Viel Glück.
- Wie schrecklich! Zintl wird uns peinigen, wenn wir den Tempel nicht aus den Klauen dieser Monster befreien!
- Sagt Eurem Gott, dass wir uns darum kümmern.
- Ich habe diesen Ort vor vielen Jahren in meinem Traum gesehen, noch bevor ich erwacht bin. Ich habe ihn nie vergessen. Seine Bilder haben mich verfolgt bis zu dem Tag, an dem ich an den Ufern dieser Insel ankam und wusste, dass ich meine Bestimmung gefunden hatte.
- Ihr habt die Verteidigung der Insel vorausgesehen?
- Ich bin froh, dass Ihr es hierher geschafft habt.
- Nicht ganz. In meinem Traum habe ich die Insel gesehen, wie sie andere Sylvari erlebt haben. Ich habe die Vergangenheit gesehen, nicht die Zukunft, und dennoch war diese Insel seit dem Aufstieg Orrs in steter Gefahr. Seitdem hat sich nicht viel geändert, außer dass die Hylek schwach geworden sind.
- Die Hylek sind schwach? Was meint Ihr?
- Unglaublich. Lebt wohl.
- Die Hylek-Stämme dieser Gegend werden schon seit geraumer Zeit von Untoten belagert. Sie haben tapfer gekämpft und sind ehrenhaft gestorben. Nur ein Bruchteil ihrer Krieger und Bürger hat überlebt. Sie haben sich hier versammelt, um sich ein letztes Mal aufzubäumen.
- Traurig, meint Ihr nicht auch?
- Bewundernswert. Danke für die Auskunft.
- Traurig? Der Legende nach hat ein Menschen-Schamane Orr zerstört, um das als "Charr" bekannte Katzenvolk fernzuhalten. Wenn das stimmt, dann hat er uns alle zu einem Dasein voller Leid, Schmerz und frühem Tod verdammt. Das ist nicht traurig. Das ist tragisch.
- Ich verstehe, was Ihr sagen wollt.
- Ich bin kalt geworden. Ich habe in Zintls Licht gebadet, aber es wärmt mich nicht mehr. Ich habe zu viel Tod und Gemetzel gesehen. Ich bin bereit für das Ende dieser Tragödie.
- Ihr habt viele Krieger Eures Stammes verloren?
- Mehr als die Überlebenden Finger und Zehen haben. Wir sind so gut wie ausgerottet. Mein Stamm war mal der größte und stärkste dieser Region, und wir sahen auch am stattlichsten aus. Jetzt sind wir nur noch ein Schatten unserer selbst. Wir krümmen uns ängstlich und kämpfen verzweifelt.
- Zu welchem Stamm gehört Ihr?
- Ihr seid nicht mehr allein. Haltet durch.
- Mein Stamm ist der Stamm der Bogotl. Er hat schon tausende von Jahren überlebt. Ich sage mir immer wieder, dass wir auch jetzt überleben werden, und doch ist die ganze Welt in Gefahr. Die Drachen wollen alles verschlingen, und wir sind das Fleisch in der Suppe.
- Genau deswegen müssen wir sie aufhalten. Viel Glück.
- Ich habe die Untoten jetzt eine Weile lang beobachtet, und ich bin ziemlich beunruhigt. Ganz egal, wie viele von ihnen wir erledigen, sie sprießen regelrecht aus dem Boden nach. Orr war eine gigantische Stadt, und wir wissen jetzt, dass die Anhänger des Drachen die Fähigkeit besitzen, neue Untote zu erschaffen.
- Ihr glaubt doch nicht, dass sie unendlich sind, oder?
- Das ist mir auch aufgefallen. Tschüss.
- Unendlich? Bei Ventaris Hufen, ich hoffe nicht. Einen schrecklicheren Gedanken kann ich mir nicht vorstellen. Ich ziehe es vor, die Hoffnung am Leben zu erhalten und zu glauben, dass wir ihr Ende miterleben werden. Aber es ist ein langer Weg, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, sie zu überdauern.
- Was sollen wir Eurer Meinung nach tun?
- Ja, unbedingt. Lebt wohl.
- Helden wie Ihr werden die Richtung bestimmen, in die sich der Wind dreht. Überall kämpft Ihr gegen die Drachen und ihre Diener. Ihr seid zäh wie ein Hornstrauch und gefährlich wie ein Kaktus. Ihr tut bereits, was getan werden muss.
- Geht es ihr gut?
- Selbst wenn Ihr alle Hoffnung verloren habt, wird Euch Zintl den Rücken wärmen.
- Ihr betet diesen Zintl an?