Spieltexte
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- Lernt, Kompromisse einzugehen.
- Die Magie schien richtig lebendig zu werden, als ich mich umsah.
- Ja, ja, schon gut, ich habe es verstanden. Das mag jetzt vielleicht arrogant klingen, aber lasst mich Euch versichern, dass ich seine Pläne eingehend examiniert habe und die einzig plausible Erklärung ist, dass sich in seinem Blätterschädel schon ein Pilzgewächs festgesetzt hat.
- Dann übernehmt die Verantwortung oder lernt, Kompromisse einzugehen.
- Ich bin nur hier, um die Invasion der Untoten aufzuhalten. Aber statt etwas Sinnvolles zu tun, habe ich viel Zeit damit vergeudet, diesen beiden Trotteln dabei zuzuhören, wie sie sich über die Strategie zanken.
- Steht einfach drüber. Tut nur Eure Pflicht.
- Ich bin ebenfalls ein Mitglied der Abtei. Gibt es irgendwelche Informationen, die Ihr mit mir teilen möchtet?
- Habt Geduld.
- Magie ist Leben. Ohne Leben gäbe es keine Magie. Die Höhle lag mehrere Jahre lang verlassen. Vielleicht wurde die Magie von Eurer Lebensessenz erweckt. Die Bilder, die sie Euch zeigte, wurden anhand Eurer Bedürfnisse ausgewählt.
- Ihr habt leicht reden. Es ist wie ein idiotischer Wettbewerb. Sie rotzen sich irgendeinen Schwachsinn vor die Füße, und der, der den anderen als erstes dazu bringt, auszurutschen, hat gewonnen.
- Danke. Wir müssen uns nun auf den Weg machen.
- Das ist widerlich. Aber ich verstehe, was Ihr meint.
- Keinerlei interessante Entwicklungen bei diesem Auftrag. Ich habe früher direkt in der Abtei gearbeitet und dort geholfen, Teams für die Feldarbeit zusammenzustellen. Aber es war wirklich deprimierend, darum habe ich mich auf diese Stelle versetzen lassen.
- Was war denn so deprimierend daran?
- Klingt nicht so, als wäre dieser Job besser.
- Teil meiner Arbeit war es, den Papierkram über Forscher, die im Einsatz ums Leben gekommen sind, zu machen. Viele sterben bei der Ausübung ihrer Pflicht. Keines der Teams, die nach Orr geschickt wurden, ist je zurückgekehrt.
- Orr?
- Wo sonst sollte die Untoten-Verderbnis, die Tyria befallen hat, ihren Ursprung haben? Wir können zwar vermuten, dass es mit den Drachen zu tun hat, aber niemand hat je mit eigenen Augen einen Beweis dafür gesehen.
- Das alleine spricht doch schon dafür, dass Drachen dahinterstecken.
- Ich verstehe, dass diese Arbeit wichtig ist. Kampflüsterne Geister sind eine Gefährdung für alle, die diese Straße nutzen. Aber wir haben keine Chance gegen die Drachen, wenn wir unsere Ressourcen an irgendwelchen Nebenschauplätzen vergeuden.
- Jeder Kampf, der das Leben Unschuldiger schützt, hat in diesem Krieg seine Berechtigung.
- Tut was in Eurer Macht steht.
- Keine Sorge. Er hat es nicht gestohlen. Er hat es nur in Verwahrung genommen.
- Wohl gesprochen. Das mag sein. Ich fürchte nur, dass nach zu vielen dieser Kämpfe niemand mehr am Leben sein wird, der gegen sie kämpfen könnte.
- Seid doch etwas optimistischer.
- Es ist unhöflich, um Hilfe zu bitten und sie dann so pingelig zu sein. Wenn unsere Arbeit diesen Löwengardisten so sehr beschäftigt, dann soll er eine Schaufel in die Hand nehmen und uns helfen.
- Verstehe. Ich bin auch von der Abtei.
- Ignoriert ihn einfach.
- Von wem?
- Oh, gut. Ich hatte schon genug hirnlose Haudraufs, die sich bei der Grabung einmischen wollten. Insbesondere Löwengarden-Versager, die es hassen, sich mit uns abgeben zu müssen.
- Was ist ihr Problem?
- Die müssen damit klar kommen.
- Früher war das Wichtigste für sie, die Sicherheit auf der Löwenstraße zu gewährleisten. Jetzt steht für sie der Kampf gegen die Drachen im Mittelpunkt und wenn es auf der Löwenstraße ein Problem gibt, um das sie sich kümmern müssen, dann nervt sie das.
- Die Drachen sind eine ziemlich ernste Bedrohung.
- Wie unausstehlich! Was für unsympathische Heulsusen.
- Das klingt nervig.
- Das ist wahr, aber trotzdem können sie nicht einfach ihre anderen Aufgaben links liegen lassen. Die Leute verlassen sich darauf, dass sie die Sicherheit gewährleisten. Und es gibt ihnen nicht das Recht, an uns herumzunörgeln, wo wir doch hier sind, um sie zu entlasten.
- Stimmt.
- Man hat uns hierher gerufen, nur um ihnen zu helfen, mit diesem kleinen Problem fertig zu werden und jetzt tun sie so als ob WIR etwas von IHNEN wollen. Ach ja. Ich denke, heutzutage sind alle etwas gereizt.
- Stimmt. Trotzdem, ich kann verstehen, dass Ihr wütend seid.
- Die Zeiten werden immer schwieriger und so kommen immer weniger Reisende hier vorbei. Obwohl es überall entlang der Löwenstraße Zufluchtsstätten gibt, ist es einfach immer noch zu gefährlich einen Schritt vor die eigene Haustür zu machen.
- Wir müssen das Unerreichbare erreichen.
- Schlechte Zeiten gehen vorüber.
- Das wisst Ihr doch. Ihr habt es beobachtet, oder etwa nicht?
- Wir müssen das Unvorstellbare vorstellbar machen. Ruhe. Wie Ihr möglicherweise bereits wisst, hat der Orden im Geheimen die Arbeit von Kapitän Penzan und seiner Crew beeinflusst, damit er die Macht übernehmen kann, sobald Taidha entfernt wurde.
- Um einen Marionettenkönig einzusetzen?
- Nicht genau.
- Im Prinzip ja. Er weiß aber nicht, dass er eine Marionette ist. Wie auch immer, ich habe über Kapitän Penzans Verhalten Buch geführt und Informationen von außen gesammelt, um sie unseren Undercover-Agenten zuzustecken.
- Was habt Ihr gefunden?
- Nun ja, Penzan ist eine ziemlich eigenwillige Persönlichkeit. Er war viele Jahre lang unsterblich in Taidha Covington verliebt. Sie hat ihm etwas vorgemacht und ihn ausgenutzt. Dann ist sie verschwunden, um weiter nach Macht zu trachten.