Spieltexte
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- Ihr wart nicht hier! Ihr habt die Leiden einer anhaltenden Belagerung nicht durchgemacht. Ich habe meine beiden Onkel verloren, meine Mutter und drei gute Freunde. Das Abkommen wird sie auch nicht wieder zurückbringen.
- Abkommen ändern niemals die Vergangenheit, sondern sichern die Zukunft. Mein Beileid für Eure Verluste. Der Vertrag sichert, dass jetzt niemand mehr solche Verluste erleiden muss.
- Dazu vermag ich nichts zu sagen.
- Wart Ihr in Löwenstein? Was habt Ihr dort gesehen? Was ist los?
- Ich will Eure freche Fratze hier nicht sehen, Ihr Tier. Eure Seite hat so viel Blut vergossen, und die Königin lässt euch so leicht davonkommen.
- Leicht? Unzählige Leben wurden beim Versuch, diese Stadt einzunehmen, geopfert. Wenn überhaupt, habt Ihr gewonnen. Ihr behaltet die Stadt und erlebt ein seltenes Schauspiel: Charr, die sich zurückziehen.
- Ich kann nicht mit Euch reden.
- Ich wünschte, Ihr würdet alle unter der Erde liegen für das, was Ihr uns angetan habt. Das Abkommen nützt mir nichts.
- Es soll auch nicht uns oder den Toten nutzen, sondern der nächsten Generation. Für unsere Kinder wird Ebonfalke eine richtige Stadt sein und kein Schlachthof, in dem man stirbt. Das ist doch was.
- Die Separatisten haben recht! Wie kann man mit den Charr Frieden schließen? Sie haben unsere Familien und unsere Freunde umgebracht. Wir sollten ihnen dafür alle das Fell über die Ohren ziehen!
- Frieden bedeutet das Ende des Krieges. Niemand sollte mehr umgebracht werden. Ich kann die Toten nicht zurückbringen, aber ich finde, dass Ihr eine Zukunft hier draußen haben solltet.
- Klar, warum nicht.
- Schon, aber ... Seht doch, ich will mich nicht mit Euch streiten. Das Leben hier draußen ist hart, aber es scheint leichter zu werden. Nochmals vielen Dank.
- S-so hab ich das noch nie gesehen. Der Krieg dauert jetzt schon so lange. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird.
- Wenigstens erhaltet Ihr die Gelegenheit, es herauszufinden. Ihr, Eure Kinder und ihre Kinder.
- Belebt die Hüterin der Vergangenheit Saballa wieder.
- Nichts, das für so kleine Ohren geeignet wäre.
- He! Meine Ohren sind normal groß für jemanden meines Alters, Größe und Gewicht.
- Wie könnt Ihr es wagen, hier aufzutauchen? Euresgleichen haben unsere Familien und unsere Freunde umgebracht. Gäbe es hier keine Wachen, würde ich Euch häuten und auf den Müll werfen, verdammtes Monster!
- Ich weiß, was Ihr meint. Auch wir haben Freunde verloren, die wie eine Familie waren. Ich kann Euren Verlust nachvollziehen. Wenn Ihr mich fragt, haben wir das schwerere Los gezogen: Damit zu leben.
- Nein, ... nein, das habt Ihr nicht. Ihr könnt Eure Toten nicht mit den unseren vergleichen! Eure Toten bedeuten gar nichts. Ihr seid alle Mörder. Jeder einzelne von euch.
- Doch hier sind wir nun. Ihr und ich, wir reden auf der Straße. Ohne Waffen in der Hand, ohne Kampfgeschrei. Nur zwei Leute, die den Krieg kannten und jetzt, zum Glück, in Frieden leben.
- Götter, Ihr habt recht. Ich habe Euch bedroht. Ihr hättet jedes Recht gehabt, Euch zu verteidigen, doch Ihr bliebt ganz gelassen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
- Da gibt es nicht viel zu sagen. Der Krieg ist vorbei. Ich wünsche Euch viel Glück.
- Einen Frieden mit den Charr werde ich niemals akzeptieren! Sollen doch diese Monster an diesem Vertag ersticken.
- Klingt so, als hätten die Charr eingesehen, dass die Eroberung von Ebonfalke allein durch Muskelkraft unmöglich ist. Von meiner Seite aus gesehen, hat Eure Seite gewonnen.
- Gut dann.
- Das ist ein Argument. Es ist ruhiger geworden in Ebonfalke. Man hört sogar wieder die Vögel singen. Danke, dass Ihr mir den Kopf zurechtgerückt habt.
- Was? Die Separatisten behaupten, dass wir durch den Vertrag verlieren würden.
- Wirklich? Die Charr bringen euch also nicht um, oder? Hört sich für mich nach einem Sieg an.
- Genau das ist der Punkt.
- Mit Euresgleichen werde ich niemals Frieden schließen! Erstickt doch an eurem Vertrag!
- Hä? Ich dachte, Ihr wärt für den Vertrag. Mein Volk konnte Ebonfalke nicht bezwingen. Von meiner Seite aus gesehen, habt ihr gewonnen.
- Das ist eine List der Charr. Eines Nachts werdet Ihr Euch hereinschleichen und uns alle im Schlaf umbringen. Ich weiß es.
- Das würde den Waffenstillstand brechen und den Vertrag vernichten. Euch gehört Ebonfalke und das angrenzenden Land. Die Legionen haben sich zurückgezogen. Hört sich für mich nach einem Sieg an.
- Vertrauen tue ich Euch immer noch nicht, aber vielleicht ist dieser Vertrag doch nicht so übel. Wir bekommen unser Land wieder, aber Ihr befindet euch noch immer in unserem alten Land. Ich schätze, damit muss ich wohl leben.
- Kein Abkommen. Nicht heute und auch nicht morgen.
- Also ist Euch ein praktisch immerwährender Belagerungszustand lieber? Schon verstanden.
- Klingt fast so, als hättet Ihr Euch bereits entschieden.
- Jetzt, wo ich es mir so überlege. Der Vertrag bringt doch auch Vorteile.
- Ich dachte mir schon, dass Ihr das so seht. Lebt wohl.
- So habe ich das nicht gemeint.
- Also wenn ich die Wahl zwischen Krieg und Frieden hätte, würde ich den Frieden wählen. Dank des Vertrages, packen die Charr ihre Sachen und ziehen ab.
- Es scheint, Ihr müsstet erst einmal herausfinden, was Ihr eigentlich wollt.
- Wie kann die Königin nur mit den Charr Frieden schließen? Das ist doch nur ein Trick von ihnen. Das muss Euch doch klar sein, oder?
- Interessante Theorie. Woher wisst Ihr das?
- Weiß nicht. Das ergibt wohl erst nach ein paar Krügen Bier einen Sinn. Ich muss erst einmal meinen Kopf freibekommen.
- Macht das. Passt auf Euch auf.
- Ich habe das Gerede in den Schänken gehört. Nachdem der Vertrag unterschrieben worden ist, werden uns die Charr alle im Schlaf meucheln.
- Glaubt Ihr alles, was man sich so in den Schänken erzählt? Warum sollten die Charr erst den Vertrag unterzeichnen und ihn dann brechen, wenn sie Ebonfalke einfach weiter angreifen könnten?