I,
Euer Brief hat mich in guter Verfassung angetroffen, auch wenn mir Elona um diese Jahreszeit ein wenig zu heiß vorkommt. Wenn die Ereignisse weiter so laufen wie bisher, kann sich das aber recht bald ändern.
Die Bedrohung durch den Anbruch der Nacht lässt mir keine Ruhe. Eure Anweisungen sind eindeutig, aber die Entscheidung, neutral zu bleiben, ist etlichen von uns sauer aufgestoßen. Ich gebe zu, dass es mir nicht richtig erscheint, wenn so viele sterben müssen. Wir waren bereit, Tyria gegen Eparch zu verteidigen; ist denn angesichts der Geschehnisse der letzten Jahre eine Bedrohung durch Abaddon nicht genauso schlimm?
Weitere Einzelheiten folgen.
– M
---
M,
das ist ganz und gar nicht dasselbe. Eparch ist unsere Verantwortung. Meine Verantwortung. Wenn wir ihn ignorieren, haben nicht nur wir die Folgen zu tragen, sondern viele Unschuldige ebenso. Dieser aufgeblähte Parasit würde ganz Tyria fressen, wenn er glaubte, dass wir ihm dann wieder Aufmerksamkeit schenkten.
Aber diese Gefahr hat nichts mit Eparch zu tun, und um die diversen Verstöße der Sechs brauchen wir uns nicht zu kümmern. Seit sie angekommen sind, haben sie uns nur Ärger eingebracht. Solche Macht hätte niemals denen gegeben werden dürfen, die so achtlos damit umgehen.
Was unser derzeitiges Problem angeht – mag er nur an den Gitterstäben rütteln; Abaddon wird so leicht nicht entkommen. Außerdem besitzt er ein einzigartiges Talent, sein eigenes Nest zu beschmutzen. Das wird sich schon früh genug zeigen.
– I
---
I,
Ihr wisst ja, dass ich auf Euer Urteil vertraue.
Dann können wir wohl nur hoffen, dass "früh genug" nicht lange auf sich warten lässt.
– M