Guild Wars 2 Datenbank

*Dieses einst in Ehren gehaltene Tagebuch ist nun völlig zerfetzt. Viele Seiten fehlen.* Wir warteten ein paar Tage, bis wir sicher sein konnten, dass die Kodan fort waren. Dann machten wir uns mit Säcken voll Proviant und anderem Bedarf erneut auf zur Nordküste. Wir mussten Tatyannas Theorie bestätigen. Ich ruderte direkt in die Bucht. Kein Kopfweh, kein Nasenbluten. Sogar die Wolken schoben sich ein wenig auseinander und ließen etwas Sonnenlicht hindurch, das mir den Weg erhellte. Es war, als würde Saul selbst uns leiten. Ich holte die anderen, und wir brachen auf. --- Wir haben es gefunden. Bava Nisos. Einerseits fühle ich mich fast krank, weil ich schier überwältigt bin, aber andererseits haben wir jetzt endlich wieder Aufwind und ein Ziel vor Augen. Tatyanna braucht noch etwas Zeit, um sich von der Reise zu erholen. Die Seefahrt ist nicht so ihr Ding. Wir haben uns in einer der sichersten Ruinen niedergelassen. Jetzt sind wir schon ein paar Tage hier. Sie und Richter haben sich noch nicht weit von unserem neuen Unterschlupf entfernt – Bava Nisos birgt mehr Gefahren als alles, was wir bisher erlebt haben. Außerdem findet sich hier kaum etwas Essbares. Ich denke, sie vermissen unser provisorisches Zuhause auf der anderen Seite der Bucht. Mir geht es nicht anders, aber unsere Mission ist jetzt wichtiger. --- Ich gewöhne mich langsam daran, allein in den Ruinen umherzustreifen, aber in Bava Nisos wimmelt es von seltsamen, mir völlig unbekannten Biestern. Sie wirken bedrohlich und haben so ein verzerrtes Aussehen, das sich nur schwer beschreiben lässt – noch nie ist mir so etwas begegnet. Sie scheinen irgendwo aus Richtung Osten zu kommen, und jeden Tag dringen sie weiter nach Westen vor. Richter hat eins der kleineren Tiere erlegen können, damit wir Fleisch haben, aber keiner von uns kann den Geruch ertragen. Die Kadaver verwesen sehr schnell, so als würde sich das Fleisch nach dem Tod plötzlich nicht mehr mit unserer Luft vertragen. Was auch immer mit diesen Viechern los ist – natürlich ist das nicht. --- Tatyanna ist sich sicher, dass wir jetzt unter Beobachtung stehen – sie weigert sich, allein eine Wache zu übernehmen, besonders, wenn es dunkel ist. Sie behauptet, es seien die Ungesehenen, die uns eine Botschaft übermitteln wollen, aber Richter und ich haben nichts dergleichen mitbekommen. Ihr Glaube ist stark und ihr Herz meint es auf jeden Fall ernst, aber ich befürchte, unsere modrige Umgebung und der Mangel an Fleisch haben sie krank gemacht. Sie läuft ziellos herum und murmelt vor sich hin. Früher war es richtig schön mit ihr, aber jetzt kann sie uns nicht mal mehr in die Augen sehen.