Bei der Ankunft am Goldenen See erstaunte mich die merkwürdige Ruhe, die er ausstrahlte. Er wirkte beinahe friedlich, so wie das Auge des Sturms, wenn man mal davon absieht, dass rings umher alles im Aufruhr ist. Aber die Illusion hielt nicht lange an. Ich wendete abermals das Herz auf eine Blutsteinscherbe in der Nähe an. Diesmal wurden dadurch Erinnerungen an Manikaz' Tod ausgelöst. Seine schrillten Todesschreie, als sein Verfolger ihn in Stücke riss, gellten wie ein Echo vergangener Zeiten.
Wenig später stand mir genau dasselbe Schicksal vor Augen. Ein Titanen-Champion – keine ferne Erinnerung, sondern ganz real aus Fleisch und Blut – tauchte vor mir auf und kam immer näher.
Zum Glück rückte Verstärkung an. Wartender Kummer, Pochender Pfeil, Anise und Isgarren fackelten nicht lange. Mit einer koordinierten Anstrengung schlugen wir das Ungetüm zurück. Merkwürdig war nur, dass dieser Titan so gar keine Ähnlichkeit mit Ura, Decima oder Greer aufwies. Ich wollte daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber die mögliche Bedeutung machte mich ein wenig nervös. Es blieb jedoch keine Zeit, groß darüber nachzudenken. Kaum hatten wir das Biest bezwungen, als ein Irrlicht in Erscheinung trat.
Es schwebte zu einer Kammer in den Ruinen, so, als sollten wir ihm folgen. Dieses Spielchen kannten wir bereits, und so liefen wir ihm nach. Am anderen Ende der Kammer wurden wir erneut mit einer von Mabons Erinnerungen belohnt. Wir sahen, wie Mabon den Schauplatz von Manikaz' Tod betrat, der noch nicht lange zurücklag. Er verfluchte Manikaz' Leiche und die von ihm begangenen Gräueltaten. Während er seiner Abscheu Luft machte, unterbrach ihn eine neue Präsenz. Er rief sie an, und die Vision endete damit, dass Mabon sie verfolgte. Diese Enthüllungen hatten uns aufgewühlt, vor allem Anise, und so beschlossen wir, uns erst einmal neu zu orientieren und in der Basis zu versammeln. Wen oder was genau Mabon in dieser Erinnerung verfolgte – ich fürchte, das werden wir bald herausfinden.