Guild Wars 2 Datenbank

In Löwenstein ist es wärmer als früher in Gavril. Ich halte mich hier viel mehr im Freien auf. Das macht mich froh. Wenn mein Herz wieder rast und sich nicht beruhigen will, wandere ich hinaus zum Leuchtturm und setze mich dort ein Weilchen hin. In schlimmen Nächten, wenn mir fast der Kopf zerspringt, hilft nur noch eines: Ich starre hinaus aufs Wasser und zähle die Schiffe draußen in der Bucht. Das lenkt mich ein wenig ab. Im Augenblick segelt dort nur ein Einziges. Morgen früh ist da wieder viel mehr los. Dann ist Markttag. Ich mag es, wenn in der Stadt ordentlich Trubel herrscht. Die Wirtin ist sehr freundlich. Ich darf ein kleines Gästezimmer hinten im Haus nutzen. Ein Bett und eine Truhe. Aber mehr brauche ich ja auch nicht. Ich hatte nur einen einzigen Augenblick, um zu fliehen, deshalb trug ich nichts außer meinem Kleid und meinem Mantel und etwas Käse, den ich mir in die Taschen gestopft hatte. Ich versuche mich hier nützlich zu machen, indem ich Brot für das Gasthaus backe, genau wie zu Hause. Das erinnert mich an meine Mutter ... ein schöner Gedanke, aber voller Wehmut. Die Wirtin ist sehr feinfühlig. Sie merkt offenbar, dass ich viel durchgemacht habe. Sie wüsste wohl gern mehr, aber sie fragt nicht nach ... Ich weiß nicht, ob ich wohl jemals darüber sprechen kann. Ich weiß nur, dass ich aschfahl werde, wenn einer dieser Unholde vom Weißen Mantel sein Gesicht in der Stadt zeigt. Aber wem könnte ich mich anvertrauen? Wer würde mir denn Glauben schenken? Wenigstens bin ich entkommen ... vielleicht als Einzige. Dorothee