Spieltexte
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- Heda! Habt Ihr irgendeine Arbeit für mich?
- Ich weiß nicht, wie ich Euch helfen könnte. Was macht Ihr denn?
- Ich habe Euch nichts anzubieten.
- Ich habe vergessen, mich vorzustellen. Ich bin Kudlin und ich bin eine Holzarbeiterin.
- Und Ihr sagt, dass Ihr Arbeit sucht? Was ist mit den ganzen Bäumen in der Gegend?
- Sicher, es gibt hier Bäume im Überfluss. Aber ich versenke meine Axt nur für Bares in ihrer Rinde. Aber niemand hier in der Gegend ist gewillt dafür zu zahlen, wenn er es selbst auch umsonst tun könnte.
- Warum geht Ihr Eurer Arbeit nicht irgendwo anders nach?
- Habt Ihr schon mal daran gedacht, den Beruf zu wechseln?
- Ich könnte Hoelbrak niemals verlassen. Es ist mein Zuhause! Wo sollte ich auch hin?
- Götterfels vielleicht? Oder die Schwarze Zitadelle.
- Ich würde niemals die eine Sache aufgeben, die ich beherrsche, die einzige Sache, die mir wirklich Freude macht. Was sollte ich denn sonst tun, um mein Leben zu bestreiten?
- Wie wäre es mit Jagen?
- Würde Euch das Handwerk interessieren?
- Ist mit viel Arbeit verbunden, seiner Beute nachzustellen. Und wenn man sie endlich im Blick hat und sich an sie heranpirschen will, läuft sie wieder davon. Deshalb liebe ich Bäume. Die laufen nicht vor einem weg.
- Ziemlich faul, wie mir scheint.
- Wenn jeder ein Held wäre, wäre niemand mehr heldenhaft. Wie dem auch sei, selbst Helden brauchen Betten und Tische. Und dafür benötigt man Holz.
- Und warum sucht Ihr nicht irgendwo anders nach Arbeit?
- Ihr deprimiert mich. Ich muss gehen.
- Nichts im Vergleich zu Hoelbrak. Nein, so hart das Leben hier auch sein mag, ich könnte nirgendwo anders leben. Aber danke für den Ratschlag.
- Na ja, ich wünsche Euch alles Gute.
- Ich habe darüber schon nachgedacht, aber es gibt einfach so viele Kleinigkeiten zu beachten. Mir gefällt das Arbeiten mit Holz. Alles beginnt bereits mit dem Zuschnitt. Wenn man den erst mal beherrscht, ist alles andere nebensächlich.
- Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr damit recht habt.
- Was führt Euch her? Seid Ihr hier, um Geschichten voll von Abenteuer und Heldenmut zu hören?
- Erzählt mir von der Schlacht gegen Jormag.
- Erzählt mir eine Legende von Heldentum und Leid.
- Berichtet mir vom Kampf im Angesicht des sicheren Todes.
- Ich kenne eine. Erzählt mir von Euch.
- Das habe ich nicht. Ich bin nur vorbeigekommen, um hallo zu sagen.
- Dann seid Ihr hier genau richtig. Ich erzähle bereits seit über fünfzig Wintern nur spannende Geschichten. Was möchtet Ihr hören?
- Erzählt mir eine wirklich gute.
- Ich möchte Euch nicht weiter belästigen.
- Als Jormag aus dem Eis hervorgekommen ist, stand ihm unser Volk wie eine eiserne Mauer entgegen. Tage wurden zu Nächten, und die Norn haben sich dem Eisdrachen selbst entgegen geworfen.
- Ausgezeichnet! Ich würde gern noch ein paar hören.
- Vielen Dank, das war sehr lehrreich.
- Hört die Legende von Jora, die gegen Korruption kämpfte und dafür einen furchtbaren Preis bezahlte. Vor drei Generationen wurden die Kriegerin Jora und ihr Bruder Svanir von einer dunklen Macht in Versuchung geführt.
- Eure Feinde sind im Albtraum gefangen.
- Bitte, kann ich noch eine hören?
- Das war großartig. Aber für weitere Geschichten habe ich keine Zeit mehr.
- Travan lebte ungefähr sechzig Jahre vor Eurer Geburt. Eines Nachts hat er auf seinem Land ein paar Menschen beherbergt, die von Grawl angegriffen worden waren.
- Unglaublich! Aber nicht aufhören jetzt! Ich will noch mehr hören.
- Fürs Erste hab' ich genug Geschichten gehört.
- In meiner ersten Erinnerung erzählt mein Vater Geschichten am Feuer. Ich habe solche mein ganzes Leben gehört und weiß, dass sie für immer bestehen bleiben.
- Ich kann jetzt nicht aufhören. Bitte, erzählt mir noch was.
- Für mehr habe ich heute leider keine Zeit.
- Jormag mähte durch die Reihen der Norn, oft tötete er Hunderte mit nur einem Streich. Im Angesicht des Untergangs führten die Geister der Wildnis unsere Vorfahren nach Süden, nach Hoelbrak, wo wir heute leben und gedeihen.
- Erzählt mir noch eine.
- Danke für diese Geschichte.
- Die Grawle folgten der Blutspur bis zu Travans Hütte. Travan stellte sich zwischen die Verwundeten und die Grawle, und er kämpfte stundenlang nur mit seinen Fäusten!
- Warum hat er sich nicht seine Rüstung und seine Waffen geschnappt?
- Svanir akzeptierte die dunkle Macht und wurde verdorben, während Jora sie bekämpfte und ihre Fähigkeit, sich zu verwandeln, verlor. Jora sah, was aus ihrem Bruder geworden war, und fürchtete um ihr Volk.