Isgarren,
ich wollte heute Morgen mit Euch reden, habe Euch aber nicht gefunden. Also habe ich aufgeschrieben, was ich Euch sagen wollte, und den Brief in die Tasche Eures Gewandes gesteckt. Wartender Kummer hat erwähnt, dass Ihr den[f:"die"] Wegfinder[f:"Wegfinderin"] in tropischere Gegenden begleitet. Sie war froh, dass sie jetzt nach all dieser Zeit eine Weile in Amnytas sein kann. Ich wollte sie bitten, ein paar Worte zum Herz des Obskuren niederzuschreiben, während sie hier ist, aber Dagda meinte, ich solle sie nicht stören, während sie mit dem Weltenturm kommuniziert.
Wieder einmal ist es schwerer, eindeutige Antworten von Euch Alt-Zauberern zu erhalten, als einem Skritt einen Diamanten aus den Händen zu reißen.
Inzwischen reagiert die Tyrianische Allianz immer noch nicht auf unseren Vorschlag, die Aktivitäten im Reich der Qual nach Kormirs Fortgang und anderen jüngsten Ereignissen weiter zu begutachten. Meine eigenen Nachforschungen im Zusammenhang mit diesem Titanen-Debakel haben nichts Neues ergeben. Zum Glück hat uns Eure Expedition nach Bava Nisos die Gelegenheit verschafft, uns die Schmiede einmal anzusehen, wenn auch nur aus der Ferne. Vielleicht sieht ja der Allianzrat eines Tages ein, dass eine gründlichere Untersuchung nur von Nutzen wäre.
Indessen erhalte ich manchmal Anfragen von Ogden Steinheiler, seit unsere Gespräche mit der Abtei begonnen haben. Er und ein paar weitere Deldrimor würden gern mit uns reden, aber ich bin da geteilter Meinung – im übertragenen Sinne. Ihr wisst, dass meine Aspekte üble Erfahrungen mit Besessenheit durch Kryptis gemacht haben, während Ihr mit Cerus beschäftigt wart. Dabei wurden einige meiner unterdrückten Erinnerungen wieder ans Licht gezerrt, und – sagen wir's mal so: Ein Familientreffen wird es ganz sicher nicht geben. Aber Zwerge haben bekanntlich ein langes Gedächtnis, und wer weiß – vielleicht hält da immer noch jemand eine Laterne für mich am Brennen?
Aber genug mit meinem eigenen Ballast. Genießt Eure Zeit! Und versucht, mal nicht die gesamte Last der Welt auf Euren eigenen Schultern zu tragen.
Gute Reise!
Lyhr