Ich sollte hier nicht am Bach herumsitzen und um die Gefallenen trauern. Ich muss wieder auf die Beine kommen. Das Einzige, was ich jetzt noch für meine verlorenen Kameraden tun kann, ist, mich voll auf den Kampf gegen die Fremden einzulassen. "Immer auf den Horizont blicken", das hat sie oft gesagt. Windverweht hätte nicht gewollt, dass ich mit verweinten Augen hier herumsitze.
Die Bärlinge haben schon vor langer Zeit eine Salbe entwickelt, die gegen verschiedene Gebrechen hilft. Honig, Löwenzahn, Fichtenharz, Sellerie und zerdrückte Kohlblätter sind gut gegen alle möglichen Krankheiten des Körpers und der Erde. Diese Mixtur hat uns hier als Basisrezept gute Dienste getan. Schließlich helfen auch einige der Zutaten gegen Nervosität. Noch ein paar Kräuter, eine Prise Salz aus der Bucht, und schon wird sie durchaus essbar – wenn auch nicht besonders schmackhaft. Die aufgebrachten Wanderlinge würgen, wenn sie das Zeug schlucken sollen, deshalb schlage ich vor, die Mischung mit ein wenig Fleisch zu verbessern. Kleinere oder wildere Geschöpfe, die den Umgang mit Bärlingen oder Fremdlingen nicht gewohnt sind, sollten ruhig gestellt werden, bevor sie die Arznei bekommen, damit sie sich nicht zu sehr aufregen. Ich will mal sehen, ob mir jemand helfen kann, dies zu erforschen.
Der Fortschritt geht voran, als müssten wir bei jedem Schritt durch die Strömung des Frühjahrs waten, aber wir kommen doch unserem Ziel immer näher, ein Gegenmittel zu entwickeln. Vielleicht wird dann auch meine Seele geheilt.