*Das Tagebuch ist alt, verwittert und befleckt – offenbar mit Blut.*
Steckling, 1069 n. E.
Ich kann das nicht mehr. Nicht für meine Frau und nicht für diese "ungesehenen" Götter. Alice schwört, dass sie alles tut, was man ihr aufträgt, damit wir in Sicherheit sind, aber das reicht längst nicht mehr aus. Die Schreie, die schlaflosen Nächte, die wachsamen Augen der Frau, die dieser Saul hier als Oberhaupt eingesetzt hat. Von Alices Schwester haben wir schon seit einer Woche nichts mehr gehört.
Ich bin fest entschlossen. Wir bringen unsere Kinder in den Süden, zurück nach Kryta. Selbst wenn ich dort unter der Knute eines Herrschers schuften muss, ist das besser, als auf dem Blutstein zu enden.
Die gepackten Taschen warten im Versteck auf den rechten Moment. Elsie wohnt wieder bei ihrer Mutter und mir; ein paar Gelehrte des Weißen Mantels haben ihr sogar in ihrer Freizeit ein bisschen fortgeschrittene Magie beigebracht. Sie hat wohl ein Händchen dafür. Am meisten Sorgen mache ich mir um Daniel; er ist so jung und so schüchtern. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ihm etwas zustoßen würde. Ich kann nur beten, dass Alice das auch so sieht.