Es ist jetzt fünf Jahre her, und meine Wangen spüren immer noch das Stechen der Eisnadeln dieses See. Ich habe seither nichts geschrieben. Und kaum noch gesprochen.
Arina wird von den Ältesten ausgebildet. Ich halte mich meist von ihr fern; sie erinnert mich so sehr an Ragna, und ich will nicht, dass sie ihren Vater nur als hohlen Ersatz sieht. Sie ist noch klein und findet sicher andere, zu denen sie aufsehen kann. Andere mit mehr innerer Stärke.
Vielleicht gehe ich einfach hier weg. Sie würden es sicher verstehen, wenn sie alles wüssten. Ich hoffe nur, Arina ist jung genug, um zu vergessen. Mir dreht sich der Magen um, weil ich nicht der Vater sein kann, den sie braucht, aber ... ob meine Augen nun offen oder zu sind, alles, was ich sehen kann, ist – sein Gesicht. Sejm. Mein Freund. Sein Blut dort auf dem Eis.
Wurm hat uns verlassen. Ich weiß nicht, ob ich hier noch hergehöre.