Arina,
ich habe dieses Tagebuch aufgehoben, seit ich vor all diesen Jahren unsere Heimstatt verlassen habe. Ich habe es nicht über mich gebracht, es selbst noch einmal zu lesen, aber ich denke, auf diesen Seiten steht so manches, das du erfahren solltest. Über deine Mutter, über mich ... es kommt mir vor, als seien hundert Jahre seither verstrichen. Ich kann mich an diesen Mann kaum noch erinnern, aber du kannst es vielleicht. Vielleicht finde ich eines Tages – irgendwann – den Mut, dass alles Seite für Seite durchzulesen.
– Dein Vater