Guild Wars 2 Datenbank

Die Huangs werden langsam nervös. Wir verstecken uns jetzt schon seit sieben Monaten in ihrer Scheune, und mindestens ein Dutzend Mal hätten uns Beamte des Ministeriums beinahe entdeckt. Letztes Mal konnte ich Jiki gerade noch ins Stroh zerren. Er versteht nicht, warum das alles nötig ist. Ich musste ihm den Schnabel zuhalten, damit er ruhig bleibt. *** Die Huangs haben Gerüchte über eine Gruppe von "Falken" gehört, die Tengu hier in Cantha an einen sicheren Ort bringen. Einmal im Monat sind sie hier in der Nähe und sammeln Flüchtlinge ein. Ich weiß nicht, wie ich Mutter überzeugen oder wie ich die Küken ruhig halten soll, aber ich muss es versuchen ... *** Wir sind jetzt seit drei Tagen unterwegs. Für den Falken, Xiri, sind wir niemals leise genug. Er ist streng und humorlos. Jiki bekommt ständig Ärger – ich muss ihn immerzu ermahnen, auf den Falken zu hören, sich vorsichtig zu bewegen und Stellen zu finden, wo andere nicht hingucken. Man darf uns nicht erwischen. *** Wir mussten Mutter zurücklassen. Sie konnte einfach nicht mit dem mithalten, was Xiri von uns verlangt. Ihr Körper ist alt und zerbrechlich, und ihr Geist nicht mehr beweglich. Sie sagte mir, ich solle gehen und die Küken in Sicherheit bringen. Ich werde sie vermissen. Ich habe so viele verloren – meinen Vater, meine Hiori – aber meine erste Verpflichtung ist die gegenüber meinen Küken. *** Wir sind an unserem Ziel angekommen – einer Kurzick-Ruine in Echowald. Zuerst dachte ich, es sei niemand hier, aber dann schaute ich genauer hin, wie es uns der Falke gelehrt hatte, um zu sehen, was uns normalerweise entgangen wäre, und bemerkte, dass dort Dutzende von Tengu waren, über hundert von ihnen, die verstreut an ruhigen Orten lebten. Xiri meinte, dies sei nun unser Zuhause, und dann war er plötzlich gar nicht mehr streng. Er sagte, er sei sehr stolz auf uns und besonders auf Jiki, der jetzt fast zum Schatten geworden ist.